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WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 2

  • VL 2- 5. November 2003 Die Kathedrale (als Bau (Struktur/ Gestalt/ Form/ Funktion/ Medium und Mythos') – Themenkomplex, Ikonographie und Ikonologie eines massenmedial wirksamen Topos Nach einer Erläuterung der Beteiligungsmodalitäten der Studentinnen und Studenten sowie einem ausführlichen Rückblick auf Kasimir Malewitschs 'gegenstandslose Welt' widmet sich die zweite Vorlesung von Hans Ulrich Reck in diesem Semester der Kathedrale. Die Kathedrale ist ein Bauwerk, also Architektur. Und zudem eine mythische Maschine zur Erzwingung der Transzendenz. Eben dieser imperiale Charakterzug macht die Neuerungen dessen im Kern aus, was später 'Gotik' genannt werden sollte. Es ist aber nicht der Stil, der das Bauwerk erklärt. Dieser ist bloße konventionelle Zuschreibung. Vielmehr geht es um die politische Ikonographie, die einen expansiven Reichsgedanken des militanten Christentums zur Erzwingung der Vorherrschaft über Jerusalem und die Muslime in Verbindung von kirchlicher und weltlicher Herrschaft entfaltet und mit allen hochmittelalterlichen Kräften aktiviert. Die diaphane Transzendenz weckt gewiss Affekte einer Erlösungsmystik, steht aber auch für die Imperialität der Theologie. Die Kathedrale ist auch eine Jenseitsmaschine, ein Raumschiff von durch und durch göttlicher Evidenz.

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Metadaten
Author:Hans Ulrich Reck
URN:urn:nbn:de:hbz:kn185-opus4-7255
Series (Serial Number):Audiolectures (08,02)
Document Type:Sound
Language:German
Year of Completion:2003
Release Date:2025/04/08
Licence (German):License LogoCreative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International